Schwarzwälder Kirschmuffins – Kleine Kuchen, große Klappe

von | 22. Aug. 2025 | Lifestyle

Kennt ihr dieses Phänomen bei Familienfeiern? Da steht er – der Schwarzwälder Kirschkuchen. Majestätisch, üppig, irgendwie einschüchternd. Schwer bewaffnet mit Sahne, Kirschen und Schokoladenraspeln. Ein Dessert wie ein Schwarzwaldurlaub: voller Höhenmeter, etwas zu süß und irgendwie nicht ganz alltagstauglich.

Aber jetzt kommt der Clou – wir haben ihn geschrumpft. In die Handtaschengröße. Und siehe da: Die Schwarzwälder Kirschmuffins sind geboren! Mundgerecht, charmant, mit echten Charakterzügen – und dabei wesentlich entspannter als ihr tortiger Großcousin.

Stellt euch vor: ein saftig-schokoladiger Teig, der an einen dekadenten Brownie denkt, verfeinert mit kecken Sauerkirschen, einem Häubchen aus Baiserglanz (ja, das klingt nach Haute Couture!) und – Achtung – einem Schokoguss, der mehr glänzt als der Haargel-Look der Boybands der 2000er.

**Das Geheimnis steckt im Kern – oder besser gesagt: in den Zutaten!**

Fangen wir an mit den Kirschen. Nicht irgendein Obst, sondern diese kleinen rotglänzenden Biester aus dem Glas, die sich – richtig abgetropft – wunderbar saftig in den Teig mogeln. Am besten Sauerkirschen, denn der Kontrast zur süßen Haube ist so berauschend wie ein Date mit dem Lieblingscrush.

Zartbitterschokolade ist Pflicht – je dunkler, desto geheimnisvoller. Und wer es nicht ganz so dramatisch mag, darf auch zur Vollmilch greifen. Wichtig ist: Die Schokolade muss schmelzen können. Sich also widerspruchslos in Butter auflösen, wie jeder Streit beim gemeinsamen Kuchenessen.

Und dann gibt es da noch den Schmand. Ein unterschätzter Held. Er macht den Teig samtweich, bringt eine elegante Säure ins Spiel und sorgt dafür, dass am Ende niemand behauptet: „Bisschen trocken, oder?“ Wenn kein Schmand zur Hand – saure Sahne springt gerne ein.

Highlight in Weiß: das Baiser. Mit frischem Eiweiß, einer Prise Salz und ordentlich Zucker wird hier eine Haube aufgerührt, die aussieht wie Zuckerwatte in Abendgarderobe. Insider-Tipp: Unbedingt fettfreie Schüssel und sauberes Gewissen benutzen, sonst verwandelt sich der Traumschaum in Schlabbermist.

Zum krönenden Abschluss: Schokoguss mit Kokosfett. Nicht wirklich Diät-tauglich, aber hey – wir sind wegen Liebe hier, nicht wegen Low Carb. Zusammen mit Sahne und Schoki entsteht eine Glasur, die selbst den Muffin zum Erröten bringt.

**Die Zubereitung – klingt anstrengend? Ist es nicht.**

Alles, was du brauchst: ein bisschen Geduld, einen funktionierenden Ofen und idealerweise kein Kind, das nebenbei den Teigrohrlöffel als Musikinstrument nutzt. Teig anrühren, Förmchen befüllen, backen. Baiser aufdressieren (denk an Sahnetupfer im Hochzeitskleid), kurz unter dem Grill bräunen – und schnell wieder raus, bevor sie in Flammen aufgehen wie das Tischfeuerwerk zu Silvester.

Guss zubereiten, eintauchen, selig seufzen. That’s it.

**Lust auf etwas Rock’n’Roll? Hier kommen die Variationen:**

– Ein Schuss Kirschwasser im Teig und die Muffins flirten plötzlich in Erwachsenenabteilung.
– Ein paar gehackte Nüsse – zack, Crunch-Faktor mal zehn.
– Weiße Schokolade? Warum nicht, manchmal darf’s auch mal ein Auftritt in Elfenbein sein.
– Ohne Baiser? Wenn’s mal schnell gehen soll: einfach weglassen. Niemand schaut dich deswegen komisch an. (Na gut, vielleicht die Bäckerin in der Nachbarschaft.)

**Warum mir diese Muffins so am Herzen liegen?**

Weil ich Schwarzwälder Kirsch liebe. Aber keine Lust auf 3-stöckige Kalorienbomben habe, bei denen die Sahne in Schieflage gerät, bevor die erste Gabel kommt. Diese Muffins sind schnörkellos und zugleich raffiniert. Sie kommen ohne goldene Tortenscheibe und Silbermesser aus – aber ganz bestimmt nicht ohne Charme.

Und wisst ihr was? Sie sind machbar! Auch für Leute, deren Backkünste bisher bei „Ich hab die Tiefkühlpizza korrekt belegt“ endeten.

**Fazit:**

Wenn die Schwarzwälder Kirschmuffins ein Mensch wären, wären sie dieser charmante Typ auf der Party, der den besten Witz macht, bevor er heimlich die letzten Canapés mopst. Klein, aber oho. Und mit dem gewissen Etwas, das einen nachts träumen lässt … vom nächsten Blech voller Glück.

Also: Backofen an, Löffel raus – es wird Zeit, dem Schwarzwald eine köstlich kleine Liebeserklärung zu machen.

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