Mit KI auf Landausflug: Zwischen Kreuzfahrtkaffee und Google-Maps-Magie

von | 23. Aug. 2025 | Reisen

Kennt ihr das? Ihr steht an der Reling eines Kreuzfahrtschiffs, blickt sehnsüchtig auf die Küstenlinie und fragt euch: Was machen wir heute bloß im Hafen? Zwischen überteuerten, militärisch durchgetakteten Ausflügen der Reederei, wo man sich eher wie im Ferienlager als im Urlaub fühlt, und dem völligen Chaos eines Alleingangs nach dem Motto „Mal schauen, was passiert“, bleibt oft nur ein resigniertes Schulterzucken.

Aber wisst ihr was? Genau da kommt mein neuer Lieblingsheld ins Spiel – nicht Batman, nicht Captain Cruise… sondern eine KI mit einem ganz schön cleveren Trick im Ärmel. Stell dir vor, du sagst deiner KI: „Bring mich in Barcelona zu den leckersten Tapas-Bars, mach mich auf Mauritius schlapp vor Strandglück und navigier mich durch die besten Fotospots auf Hawaii – alles in einem Tag, bitte, danke!“ Klingt verrückt? Ist es auch. Aber funktioniert.

Und wie! Der Clou dahinter? Ein sogenannter „Mega-Prompt“ – ein Zauberspruch für die KI, der sie von einem lahmen Wikipedia-Abklatsch in einen persönlichen Reiseguru mit Stadtplaner-Diplom verwandelt. Plötzlich wirkt die Planung deines Tagesausflugs nicht mehr wie ein Bewerbungsgespräch bei Luft & Liebe Reisen, sondern eher wie ein Insider-Talk mit einem einheimischen Freund, der nicht nur deine Vorlieben, sondern auch dein Schuhwerk berücksichtigt. Flipflops oder Wanderschuh – du bekommst den passenden Plan.

Denn machen wir uns nichts vor: Wenn du eine 08/15-Reiseanfrage in die KI haust, sagt sie dir, dass der Eiffelturm hoch ist und das Kolosseum alt. Danke, Sherlock. Aber mit dem richtigen Prompt schickt dich die KI lieber ins kleine Bistro um die Ecke, wo die Tische wackeln, aber das Risotto ein Gedicht ist. Sie baut sogar Pausen für Kaffee, Hunger-Attacken und Klogang ein. Mit anderen Worten: Sie denkt mit. Fast so gut wie Mama – nur ohne Linsensuppe und Daueranrufe.

Übrigens: Wer schon einmal versucht hat, in Google Maps mehr als zehn Stopps einzugeben, kennt die digitale Verzweiflung à la „Fehler: Route zu lang“. Ja klar, Google, aber mein Tag hat halt elf Programmpunkte. Auch hier trickst der Prompt schlauer als ein Navi mit Fernlern-Phobie: Er erzeugt zwei Karten-Links, die sich nahtlos ineinanderfügen. Du musst also nicht wie ein bekloppter Pfadfinder alles auf Papier abpausen – ein Klick, und deine Route steht. Könnte fast romantisch sein, wenn die Zielpunkte nicht „Öffentliches WC“ und „Geheimtipp-Kiosk“ heißen würden.

Das Ganze gibt’s in zwei Geschmacksrichtungen: Einmal als „Sofort-und-zuverlässig“-Version für ChatGPT, perfekt, wenn du schnell was brauchst. Und dann in der Luxusedition für Perplexity Pro – ein Reiseplan mit dem Auge fürs Detail, der sogar fragt, ob du eher der „Ich muss überall ein Foto machen!“-Typ bist oder lieber Orte meidest, wo andere Touristen mehr Fotos als Erinnerungen sammeln.

Die Perplexity-Pro-Version analysiert Wetter, deine Energie am Tag, dein Budget, ob dein Begleiter eher „Sightseeing ist Mord“ oder „Ich will alles sehen, auch die Kanaldeckel“ sagt. Sie rechnet, vergleicht, verknüpft, schlägt Alternativen vor, gibt Spartipps und kennt sogar örtliche Verkehrsstaus – vermutlich noch bevor sie passieren. Wenn das keine Hexerei ist, dann weiß ich auch nicht.

Und der beste Teil? Du kannst das als festen Textbaustein auf deinem Handy speichern – ein kleiner Tastenkürzel, und zack: dein persönlicher Reiseplaner steht wieder auf dem digitalen Serviertablett. Technik, die begeistert – und die Nerven schont.

Natürlich kommt unser KI-Coach nicht als Orakel vom Olymp. Sie ist eher wie ein sehr cleverer, aber manchmal etwas vergesslicher Reisebegleiter. Öffnungszeiten können sich spontan ändern, Preise schwanken wie das Bordbuffet bei Seegang, und manchmal will man doch lieber spontan in einen Antiquitätenladen mit Schallplatten-Café abbiegen. Kurz: Man sollte der KI vertrauen – aber den gesunden Menschenverstand nicht in der Kabine liegen lassen.

Zum Abschluss: Der Tagestrip-Planer mit KI ist wie diese eine Tupperdose im Küchenschrank, die wirklich für alles funktioniert – nur eben viel intelligenter, hübscher und ohne den Deckel zu verlieren. Wer sich schon lange wieder mal richtig organisiert durch ein neues Reiseziel bewegen wollte, dabei aber trotzdem Raum für Entdeckungen, Umwege und Postkartenmomente haben will: Probiert’s aus. Und wenn ihr dabei noch ein wenig schmunzeln könnt – umso besser.

In diesem Sinne: Möge euer nächster Tagesausflug besser sein als der Kaffeestand vor dem Kreuzfahrthafen und kürzer als die Schlange beim letzten Landausflug.

Bon Voyage – mit Köpfchen und KI!

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