Erinnerungen an einen Pionier
Also, mal ehrlich: Wer hat nicht schon mal mit einer Mischung aus Faszination und leichtem Schauer eine Ausstellung der „Körperwelten“ besucht? Da stand ich also, zwischen all den plastinierten Menschen, und konnte nicht anders, als mich zu fragen, wie man auf so eine Idee kommt. Die Antwort: Gunther von Hagens. An einem regnerischen Montag wurde bekannt, dass der geniale Kopf hinter diesen Ausstellungen nicht mehr unter uns ist. Mit 81 Jahren verstarb er, und sein Werk bleibt uns – und wenn es nach ihm geht, auch sein Körper!
Ein besonderer letzter Wunsch
Ja, von Hagens wollte sich selbst plastinieren lassen. Ob er damit wirklich in den Museen landet oder nicht, bleibt noch ein kleines Geheimnis der Familie. Seine Frau Angelina war anfangs nicht ganz überzeugt, diesem letzten Wunsch zuzustimmen. Aber hey, wer, wenn nicht er, sollte wissen, worauf er sich einlässt?
Ein bewegtes Leben
Geboren wurde er 1945 als Gunther Gerhard Liebchen – also nicht gerade als „von Hagens“. Erst später, mit Ehefrau Nummer eins, nahm er den neuen Namen an. Sein Weg führte ihn aus der DDR in die Bundesrepublik, nachdem er mal eben von der BRD für 40.000 D-Mark freigekauft wurde. Ein bisschen wie ein Transfer im Fußball, allerdings mit mehr Folgen für die Wissenschaft!
Die Geburt der Plastination
1977 gab’s dann den großen Durchbruch in Heidelberg: die Plastination war geboren. Ich erinnere mich, wie ich als Student durch die Ausstellung schlich und mich fragte, ob mein Biolehrer mir all das nicht ein bisschen bildlicher hätte erklären können. Vom Werkstattstück zum Museumsstück – so der Weg der „Körperwelten“.
Der ewige Streit um den guten Geschmack
Natürlich war das Ganze nicht unumstritten. In Berlin gibt’s ein Museum am Alexanderplatz, das Plastinate zeigt, und das kaum ohne Diskussion eröffnet wurde. Leichen im Museum, geht das? Die Antwort: Ein klares Jein! Aber kreativ, das muss man ihm lassen.
Sein Erbe lebt weiter
Sein Sohn Rurik führt nun die Geschäfte in Guben weiter. Bodies, wohin man schaut, und sogar Tiere werden plastiniert. Wer hätte gedacht, dass man mal durch eine „gläserne Werkstatt“ spazieren könnte, um zuzusehen, wie das gemacht wird?
Quellen: Diverse, bekannt aus Funk und Fernsehen







