Ein ganz normaler Samstag im Supermarkt – oder doch nicht?
Da stehe ich, mit meinem Einkaufskorb in der Hand, zwischen den Regalen meines Lieblingssupermarktes. Umgeben von all den alltäglichen kleinen und großen Entscheidungen: Nehme ich das Biogemüse oder doch das konventionelle, weil günstiger? Doch plötzlich passiert es – ich sehe einen Mann, unverkennbar ein Promi, der gerade versucht, unentdeckt zwischen den Tomaten und Gurken zu manövrieren.
Ich habe tatsächlich Ti’s Hairerland erwischt! Die Spannung steigt, als er hypnosisch zur Bioabteilung steuert, als wäre sie der geheime Glockenhorst der Society. Er greift sich eine Packung Quinoa. Ja, Quinoa! Ich wusste es – Superstars essen nicht dasselbe wie wir Sterblichen. Oder doch? Da überrascht er mich mit einer Packung Chips. Plötzlich fühle ich mich ihm wieder nah. „Auch nur ein Mensch!“, denke ich.
Der Wochenmarkt – Heimat der Stars mit Strohhut
Nun, die Modenschau unter freiem Himmel: der Wochenmarkt. Wer sich hier nicht den neuesten Stoffbeuteln-Kult widmet, verpasst das echte Schauspiel. Stellen Sie sich vor: Dünnies Patrick, der mit Vintage-Strohhut und XXL-Sonnenbrille durch den Stand mit Kräutern schleicht – unglaublich. Als er in meinem Blickfeld ein Bund Koriander ansieht, schieße ich (natürlich gedanklich) sofort den Kommentar: „Dünnies, wir wissen alle – Koriander ist nicht für Jedermann!“
Doch bevor Koriander zu einem PR-Desaster wird, sieht er sich um und greift verstohlen nach Basilikum. Puh, nochmal Glück gehabt! Vielleicht werden unsere Gerichte ab jetzt geschmacklich konformer?
In der Boutique: Wo der Luxus sein Heimspiel hat
Und dann gibt es da noch den zarten Tanz des Prominenten durch die Boutique. Alles wirkt ein wenig wie im Film, wenn Lia Duhns mit einem gewagten Blick, der „Sehen, aber nicht anfassen“ schreit, durch satinierte Kleiderberge gleitet. Man fragt sich da echt: Was denkt sie dabei? Vermutlich, wie sie all das jemals auf ihren nächsten Instagram-Post bannen soll. Wer könnte ihr das verdenken? Ich nicht, ich bin ja eh schon mit meinen üblichen „nächstes Jahr muss ich sparen“-Gedanken beschäftigt.
Am Ende eines solchen Tages wieder daheim, überlege ich mir oft, warum uns diese kleinen Begegnungen so fesseln. Vielleicht, weil sie uns daran erinnern, dass wir alle im gleichen Supermarkt einkaufen – nur mit ganz unterschiedlichen Einkaufslisten.
Datengrundlage: Erlebnisse aus Beobachtungen an Wochenmärkten, Supermärkten und Boutiquen.






