Ein letzter Pinselstrich für David Hockney: Abschied von einem Meister

Ein lebendiges Bild eines farbenfrohen Swimmingpools unter kalifornischer Sonne, umgeben von künstlerischen Elementen ohne menschliche Figuren.

Einleitung mit Herz

Ich saß gerade mit einer Tasse Tee im Garten, als mich die Nachricht erreichte: David Hockney, der legendäre Künstler aus Großbritannien, hat mit 88 Jahren seine Leinwand für immer verlassen. Ein Stück Kunstgeschichte endet, unweigerlich denke ich an seine farbenfrohen Swimmingpools in Kalifornien – Plätze, an denen ich im Geiste schon viele heiße Sommertage verbracht habe.

Die Anfänge eines Genies

Geboren 1937 in Bradford als Kind einer Arbeiterfamilie, war Hockney nicht gerade das, was man als ‚geborenen Künstler‘ bezeichnen würde. Aber genau diese karge Umgebung formte seinen Hunger nach Farbe und Form. Seine ersten Kritzeleien entstanden, wie ich mir lebhaft vorstelle, auf den Küchenfliesen – schließlich war Papier im Krieg eine heiße Ware.

Stur und brillant

Hockney hatte schon in jungen Jahren seinen ganz eigenen Kopf. In der Schule weigerte er sich standhaft, Fächer außer Kunst zu belegen. Beim Royal College of Art brach er dann endgültig aus dem Rahmen, als er die geforderte Abschlussarbeit als überflüssig abstempelte. Wer braucht schon Essays, wenn er die Leinwand als Ausdruck seiner Seele hat?

Farbenfrohe Rebellion

Während die Welt dem abstrakten Kunsttrend verfiel, hielt Hockney an kräftigen Farben und klaren Formen fest. Das macht ihn nicht nur zum Außenseiter, sondern auch zum Vorreiter. Er warf sich beherzt in die leuchtende Welt Kaliforniens und fing an, all diese sonnenbeschienenen Pools zu malen. „A Bigger Splash“ kennt wohl jeder Kunstliebhaber – dieser Moment des Sprungs ins kalte Wasser, eingefroren in Farbe.

Meister der Medien

Ob nun Polaroids, Faxgeräte oder das iPad – Hockney war technisch ebenso experimentierfreudig, wie er innerhalb seiner Malerei unerschrocken war. Wer hätte schon gedacht, dass ein iPad, dieses kleine technische Wunder, einmal zum Lieblingswerkzeug eines Künstlers avancieren könnte?

Ein Kunstleben voller Auszeichnungen

Ironischerweise misstraute er den klassischen Ehrungen: Ritterstand? Nein, danke. Aber als die Rauchmelder in der Tate Britain eigens für ihn ausgeschaltet wurden, um in Ruhe rauchen zu können, war das offenbar die höchste Ehre in seinen Augen. Tja, manchmal sagt eine Zigarette mehr als tausend Worte.

Der Abschied

Am 11. Juni 2026 ging dieser Ausnahmekünstler leise – vier Wochen vor seinem 89. Geburtstag. Mein Herz ist ein wenig schwerer, aber gleichzeitig bin ich glücklich, dass wir seine Kunst für immer in der Welt behalten.

Quellen: Diverse Berichte über Hockneys Leben und Werk.

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