Asinara: Der perfekte Tagtraum oder einfach eine Insel voller Überraschungen?
Kennt ihr das? Ihr habt da dieses Reiseziel, das euch seit Jahren nicht aus dem Kopf geht. Zehn Jahre war Asinara diese Insel für uns. Eine kleine, vergessene Perle vor Sardiniens Küste, gefüllt mit weißen Eseln und gespenstischen Gefängnisruinen – hübsch morbide, oder? Doch packen wir das Abenteuer aus, wie ein Geschenk, bei dem wir nicht sicher sind, ob wir es wirklich haben wollen.
Früher Start, späte Einsichten
Um 6:00 Uhr bricht der Tag an. Verlottert und verschlafen hopsten wir in unseren Mietwagen, der uns, Gott sei Dank, nach einem spontanen Reifenwechsel, sicher zur Fähre brachte. Schon mal ein Auto mit einem schadhaften Reifen gesehen? Nicht ideal, sage ich euch! Also, Tipp am Rande: Schaut mal unter’s Auto, bevor ihr losfahrt.
Esel trifft Golfcaddy
Auf der Fähre Richtung Asinara fühlten wir uns wie moderne Entdecker, bewaffnet mit Snacks gegen den Bordhunger. Ihr mögt jetzt lachen, aber der richtige Snack zur richtigen Zeit kann einen Menschen retten! Mit dem an Bord erworbenen Wissen – und einem Minimum an Dorfitalienisch – wagten wir uns auf die Insel. Unser fahrbarer Untersatz? Ein elektrischer Golfcaddy. Eine Mischung aus Go-Kart und Safari-Jeep – Möge das Abenteuer beginnen!
Das stille Esel-Imperium
Unsere erste tierische Begegnung? Ein Eselfohlen, neugierig wie ein Kind im Süßwarenladen. Wer hätte gedacht, dass diese Eselchen so kontaktfreudig sind? Kein Wunder, dass sie das Highlight unseres Ausflugs wurden. Denkt an eure Kamera – solche Momente sind flüchtig!
Die Ruinen flüstern Geschichten
Weiter ging es zwischen Ruinen und karger Landschaft. Lasst euch von der Aussicht verzaubern – und von Geschichten über italienische Mafia-Bosse. Kein Scherz! Einst ein Hochsicherheitsgefängnis, verströmt die Insel ein Flair von italienischem Alcatraz. Gruselig? Absolut! Aber auch faszinierend.
Der unsichtbare Wal und die sich türmende Fauna
Im ehemaligen Insel-Kirchlein liegt ein riesiges Walskelett. Ja, genau, in einer Kirche. Diese kleinen Verrücktheiten von Asinara lassen den Besuch wie eine echte Erlebnistour erscheinen. Die Kinder liebten es, und wenn man genau hinsieht, denkt man fast, der Wal tanzt im Geiste durch das Kirchenschiff.
Pasta und Pizza… irgendwann
Abends zurück in Porto Torres, viel zu ermattet für den geplanten Stopp, gönnten wir uns schnell eine Pizza. Eine goldrichtige Entscheidung, denn nach einem Tagestrip zwischen Vergangenheit und Natur flach am Tisch zu landen ist der perfekte Abschluss.
Ein Fazit, das keins sein könnte
Würde ich es wieder tun? Sofort! Das Eselreiten im Geiste und eine verschmitzte Historienlektion machen Asinara zu einem Abenteuer, das uns noch lange begleitet. Lasst uns also die ironische Ehrfurcht vor dieser Insel aufbewahren – und vielleicht den nächsten Trip schon bald planen. Doch Vorsicht: Eure Bucketlist wird danach nicht leerer, sondern voll mit neuen Geschichten.
Dieser Beitrag wurde inspiriert durch eigene Erlebnisse und Eindrücke während unseres unvergleichlichen Aufenthalts auf Asinara.









