„Virtuell vergewaltigt“? Ja, im digitalen Zeitalter leider möglich
Also, stell dir mal vor: Du entdeckst, dass dein Ex – klingelt unser Kaffeesatz so schön? – heimlich Fake-Profile von dir erstellt hat. Damit verteilt er dann pornografische Deepfakes von dir an fremde Männer, inklusive computergenerierter Stimme für Telefonsex-Gespräche. Und das über Jahre. Willkommen in der etwas zu real gewordenen Horror‑Show der Collien Fernandes.
Ich erinnere mich noch, wie ich das erste Mal davon gehört habe – in der U‑Bahn, Kopfhörer drin, Kaffee in der Hand (der ziept ja bekanntlich niemals irgendwo), und ich sitze da wie der Hirsch vorm Forstwagen. „Was zum…?“ war mein erster Gedanke.
Collien, bekannt als TV‑Moderatorin und Schauspielerin, hat genau das behauptet – und zwar gegen ihren Ex‑Ehemann Christian Ulmen. In Der Spiegel wählte sie starke Worte: „Du hast mich virtuell vergewaltigt.“ Das hat nicht nur mich geschockt, sondern offenbar das ganze Land. Die Debatte um digitale Gewalt gegen Frauen entflammte, und die Justizministerin forderte schärfere Gesetze. Ja, wir sind im Jahr 2026 – und trotzdem sitzen solche Lücken noch fest im Gesetzbuch. Ich sag’s dir, ich dachte, das hätten wir doch längst geregelt…
Eine harte Geschichte mit gesellschaftlicher Wirkung
Die Vorwürfe schlugen hohe Wellen: Fernandes wirft Ulmen Identitätsdiebstahl, öffentliche Verleumdung und Körperverletzung vor – digital, versteht sich. Laut Bericht habe er über Jahre Fake‑Accounts in ihrem Namen geführt – das ist nicht mehr nur schlecht, das ist regelrecht toxisch. Ulmen dementiert und hat rechtliche Schritte gegen Der Spiegel eingeleitet, mit der Begründung, der Bericht sei einseitig. Und er ist nicht der Einzige – auch Berufspolitiker halten die aktuelle Gesetzeslage für ungenügend. Das Ganze wirkt, als ob Gummigummi und Paragrafen sich nie so richtig verstehen wollen. 😅
In mir löst das eine Mischung aus persönlicher Betroffenheit und einer Art resigniertem Augenzwinkern aus: Digitaler Missbrauch – wie kann das im Jahr 2026 immer noch ein Thema sein? Ich dachte, wir hätten doch längst CPUs, die mehr Ethik als Menschen haben… Spoiler: Haben wir nicht.
Warum berührt mich das so?
Ehrlich gesagt, finde ich es beängstigend, wie intim digitaler Missbrauch werden kann. Und gleichzeitig absurd, dass wir dafür noch keine gütlichen Antworten haben. Ich erinnere mich an einen Podcast neulich: Da ging’s darum, wie Social Media unseren Alltag hostet und wir völlig übersättigt sind. Und doch: Das hier trifft mitten ins Mark – es ist kein Gossip, es ist bittere Realität.
Wenn ich daran denke, wie Menschen mit Deepfakes oder gestohlenen Identitäten Druck oder Angst erzeugen können – da wird mir richtig mulmig. Und trotzdem: Ich sitze hier, tippe mir meine Ironie in die Tastatur, während das ganze Land gerade schluckt, schluckt – und hoffentlich endlich mal was ändern wird.
Mein persönlicher Take (und ein Schnippchen der Ironie)
Ich hab ja auch meine Bits und Bytes. Aber statt einem Fake‑Profil von mir würde ich wahrscheinlich eher eins bekommen, das nur Fotos von meinem Kühlschrank teilt. Oder meinen Versuch, mich selbst zu kochen. Aber ernsthaft: Wenn ich an Colliens Mut denke – das hier an die Öffentlichkeit zu bringen, das ist mehr wert als jeder Reality‑TV‑Auftritt. Und vielleicht reicht’s ja sogar für eine Gesetzesänderung.
Also, liebe Leser*innen: Achtet auf eure digitalen Schatten! Und wenn ihr das Gefühl habt, jemand spielt da irgendwie auf eurem Account unautorisiert Karaoke – dann handelt. Und vor allem: Erzählt’s weiter. Denn das hier ist mehr als ein Skandal – es ist ein Weckruf. Ich bleib dran, ihr auch?
Quellen:
[1] Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex‑Ehemann wegen Deepfake‑Pornografie und digitalen Gewaltvorwürfen.
[2] „Virtually raped“ – deutsche Promi‑Deepfake‑Affäre legt Gesetzeslücke offen.





