Der Mythos der großen Romanze
Valentinstag, dieser Tag der kitschigen Glückwunschkarten und schokoladenüberzogenen Zärtlichkeiten. Und wenn ich dachte, dass es nicht süßer werden könnte, kam auch noch die Neuverfilmung von „Sturmhöhe“ in die Kinos. Ah, „Wuthering Heights“, diese legendäre „Liebesgeschichte“ von Emily Brontë. Sogar meine Katze hat schon man gehört, dass es die romantischste Geschichte der Literatur sei. Aber nein, Freunde der edlen Romanzen, da irrt ihr euch gewaltig!
Ein leidenschaftliches Missverständnis
Schon beim ersten Blick auf den Trailer, prahlend mit Jacob Elordi und Margot Robbie, dachte ich: „Ah, da ist sie wieder, die verführerisch verpackte Tragödie!“ Aber hey, das zieht doch immer, nicht wahr? Dieses Mal mit ein bisschen mehr Sexappeal. Wäre das Buch nicht nur eine Aufbewahrungsstätte für Liebesdramen, sondern auch eine komplexe Erzählung von Obsession und Zerstörung, hätte ich mich vielleicht entspannter zurücklehnen können.
Ein zweiter Akt – verzweifelt vermisst
In der filmischen Fassung fehlt etwas Zentrales: Der gesamte zweite Teil! Wir erleben nicht Heathcliffs schaurigen Racheplan, der direkt aus einem Horrorstreifen stammen könnte. Was bleibt, ist ein seichtes Drama. Sie hätten ruhig den Mut haben können, der Dunkelheit der Romangeschichte gerecht zu werden.
Heathcliff – der Außenseiter
Erinnern wir uns an Heathcliffs Herkunft? Vermutlich nicht, da dies im Film so gut wie ignoriert wird. Wäre doch schön gewesen, diese Dimension aus dem Roman mitzunehmen, nicht wahr? Die ganze Sache mit der Ausgrenzung und den Vorurteilen. Aber nein, wir bekommen einen perfekten Helden – glänzend und makellos.
Mehr Tiefgang, weniger Klischees
Ich habe nichts gegen einen netten, tränenreichen Abend voller Popcorn und Herzschmerz. Aber bitte, lasst uns nicht vergessen, dass der Kern von „Wuthering Heights“ mehr ist als nur Zungenküsse im Mondlicht. Die Geschichte hat Tiefe und behandelt Themen, die noch heute relevant sind. Packt mal die Gesellschaftskritik aus und räumt mit Vorurteilen auf!
Quellen: Inspiration durch Gespräche, Erlebnisse und Emily Brontë








