Ey, Leute – was hat Collien Fernandes da losgetreten?
Hallo, ich bin’s, ich selbst – oder na ja, quasi. Stell dir vor, du wälzt dich gemütlich im Netz, scrollst, und plötzlich – bääm – tauchen Bilder auf, die angeblich von dir sind. Nur: Du warst es nicht. Willkommen in der Welt der Deepfake-Hölle, direkt vermittelt durch deinen Ex-Mann. Genau das ist demnächst der Albtraum, den Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes gerade lautstark öffentlich macht.
Vor einigen Wochen hat Collien mit einem Instagram-Post so richtig einen Pflock eingeschlagen: Sie wirft ihrem Ex, Christian Ulmen, vor, jahrelang Fake-Profile unter ihrem Namen erstellt zu haben, um pornografische Bilder und Videos zu verschicken – und das gezielt mit hunderten Männern. Sie prägte den Ausdruck „virtuelle Vergewaltigung“ – und das ist nicht übertrieben, sondern trifft den Punkt brutal genau. (n‑tv, Wikipedia) Außerdem sind Anzeigen wegen Identitätsdiebstahl, Beleidigung und Körperverletzung in Spanien am Start. (Wikipedia, DER SPIEGEL)
Und die Leute? Gehen auf die Barrikaden!
Ich kann mir vorstellen, wie es in ihrem Kopf rumgefegt hat – und wie’s bei allen anderen ausgeschlagen hat, als Tausende in Berlin, Hamburg, Hannover & Co. gegen digitalisierte sexualisierte Gewalt demonstrierten. Stell dir das mal vor: Empörte Menschen, Plakate schwenkend, „Ob offline oder online – Konsens muss sein!“, und Collien steht drauf, teils mit schusssicherer Weste. Das ist so filmreif, dass ich direkt Gänsehaut bekomme. (Wikipedia, NDR)
Jetzt wacht auch die Politik auf – langsam, aber immerhin
Und siehe da: Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat reagiert. Endlich kippt die Diskussion in Gesetzesentwürfe um, und plötzlich wird Deepfake-Pornografie strafbar gemacht – sogar schon der Versuch oder die Verbreitung gelten bald als Delikt. Krass, oder? (ZEIT, Deutschlandfunk)
Aber sind die Lücken damit sofort zu? Leider nicht. Collien kritisiert, dass das aktuelle Gesetz – zumindest so, wie’s vorbereitet ist – noch immer Lücken lässt, wenn echte intime Aufnahmen auf fremden Profilen platziert werden, um jemanden bloßzustellen. Sie nennt Deutschland sogar ein „Täterparadies“ – Ouch! Und fordert: Härtere Strafen, Schulungen für Polizei und Justiz, mehr Aufklärung. (ZEIT)
Meine Gedanken dazu
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber bei so einer Mischung aus digitalem Horror, persönlichem Verrat und politischen Mauern möchte ich mich hinter meinem Schreibtisch verkriechen und gleichzeitig lautstark klatschen: Endlich passiert was! Gleichzeitig reg ich mich auf – wie lange mussten wir eigentlich darauf warten? Deepfake-Pornos – das Wort an sich klingt wie Sci‑Fi‑Albtraum. Und dann trifft es real und nah – auf eine Menschen, die man aus dem TV kennt.
Mir kommen direkt Erinnerungen hoch, als ich damals meine erste Kamera gekauft hab – mit Film! Kein KI-Scheiß, nur echtes Licht, echtes Bild, echt ich. Und heute kann man mich in 5 Sekunden durch einen AI-Bildgenerator in irgendwas Versautes verwandeln. Hallo, Zukunft, oder eher – Dystopie?
Aber hey, es gibt Silberstreifen: Der Fall zeigt uns, dass diese Themen nicht hingenommen werden müssen. Dass Betroffene gehört werden. Dass ein System reagieren kann – wenn man laut genug ist.
Bright Side
Also, wenn ihr demnächst denkt, ihr habet ’nen fiesen Ex – denkt dran: Er kann euch noch mehr kopfzerbrechen, aber nur, wenn ihr still seid. Collien hat den Mut gehabt. Und vielleicht – nur vielleicht – sagen wir in ein paar Jahren: Sie war die, die’s geschafft hat, Gesetze zu ändern.
Bis dahin: Bleibt kritisch, bleibt laut – und scrollt weiter.
Alles Liebe,
Eure (ex-filmgroße) Ich-Person







