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Richard E. Grant verrät sich sofort als Verräter – und sorgt bei „Celebrity Traitors“ für komplettes Chaos

03.10.2026

Richard E. Grant verrät sich sofort als Verräter – und sorgt bei „Celebrity Traitors“ für komplettes Chaos

Richard E. Grant macht den wohl verrücktesten Start der „Celebrity Traitors“-Geschichte

Ich liebe Realityshows, in denen sich erwachsene Menschen in einem Schloss gegenseitig misstrauen, dramatisch in die Kamera schauen und bei jeder Tasse Tee eine Verschwörung wittern. Aber was Richard E. Grant zum Start der zweiten Staffel von The Celebrity Traitors abgeliefert hat, hätte selbst ich nicht kommen sehen.

Der Schauspieler wurde gemeinsam mit Maya Jama als einer der ersten Verräter ausgewählt. Eigentlich eine ziemlich mächtige Position: heimlich agieren, alle anderen manipulieren und sich möglichst unauffällig durch die Folgen lavieren. Also genau das, was man bei diesem Spiel tun sollte. Richard E. Grant hatte allerdings offenbar eine etwas andere Strategie im Gepäck – nennen wir sie einfach „Warum geheim halten, wenn man es auch direkt sagen kann?“

„Ich bin ein Verräter“ – und alle halten es für einen Witz

Kurz nach seiner Auswahl saß die Gruppe in der Bar zusammen, als Comedian Joe Lycett die Runde fragte, wer wohl ein „Faithful“ und wer ein Verräter sei. Grant antwortete darauf sinngemäß, dass er ein Verräter sei. Ja, wirklich. Nicht nach drei Folgen, nicht nach einer dramatischen Nacht am Kamin, sondern praktisch direkt nach der Ernennung.

Ich stelle mir diese Szene ungefähr so vor: Alle sitzen herum, nippen an ihren Getränken, versuchen möglichst unschuldig auszusehen – und plötzlich sagt Richard E. Grant die Wahrheit. Einfach so. Das ist ungefähr so, als würde man beim Poker seine Karten auf den Tisch legen und anschließend behaupten, das sei eine besonders raffinierte Form von Psychologie.

Das Erstaunliche: Viele Mitspieler glaubten ihm offenbar nicht. Seine Aussage wurde als Scherz oder als besonders dreister Bluff abgetan. Und genau darin liegt die bizarre Genialität dieses Moments. Wer würde schon ernsthaft erwarten, dass ein Verräter seine Identität offen ausspricht? Das wäre doch viel zu offensichtlich. Oder eben so offensichtlich, dass es wieder clever wirkt. Ich bekomme beim Schreiben schon Kopfschmerzen – und dabei muss ich nicht einmal im Schloss übernachten.

Der Schauspieler nennt es seinen größten Fehler

Später erklärte Grant, seine ungebremste Freude habe ihn zu diesem Ausrutscher verleitet. Er sei einfach so begeistert gewesen, als Verräter ausgewählt worden zu sein, dass er seine Geheimidentität praktisch aus dem Fenster geworfen habe. In einem Moment, in dem andere Kandidaten vermutlich innerlich den perfekten Pokerface-Modus aktivieren, schaltete Grant offenbar auf „kindliche Begeisterung mit maximalem Sendungsbewusstsein“.

Er bezeichnete den Ausrutscher anschließend als möglicherweise größten Fehler seines Lebens. Das klingt dramatisch – immerhin gibt es weltweit sehr viele Fehler, von peinlichen Sprachnachrichten bis hin zu dem Moment, in dem man beim Bäcker „gleichfalls“ sagt, nachdem die Verkäuferin „Guten Appetit“ gewünscht hat. Aber im Kontext dieser Show ist die Einschätzung durchaus nachvollziehbar: Ein Verräter, der sofort erkannt wird, hat normalerweise ungefähr so gute Überlebenschancen wie ein Schneemann in der Sauna.

Ist das ein Fehler oder brillantes 4D-Schach?

Genau diese Frage macht den Auftritt so unterhaltsam. Vielleicht war es ein echter Versprecher. Vielleicht wollte Grant einen doppelten Bluff spielen. Oder er hatte einfach so viel Spaß an seiner neuen Rolle, dass die Geheimhaltung kurz auf der Strecke blieb. Ich persönlich hoffe natürlich auf die dritte Variante, weil sie das Ganze deutlich charmanter macht.

Die Mitspieler stehen nun vor einem herrlich absurden Problem: Wenn Grant tatsächlich der Verräter ist, war seine Aussage erstaunlich ehrlich. Wenn er nur so tut, als sei er einer, könnte die ganze Gruppe in eine Falle laufen. Und falls alle ihn ohnehin verdächtigen, könnte genau das wiederum sein Schutzschild sein. Willkommen im Reality-TV, wo ein offensichtliches Geständnis plötzlich als taktisches Meisterwerk durchgeht.

Mein Fazit: Mehr Chaos geht kaum

Der Auftakt von „Celebrity Traitors“ hat damit sofort geliefert: Schlosskulisse, dramatische Geheimnisse, prominente Gesichter und ein Schauspieler, der seine geheime Rolle schneller verrät, als andere überhaupt ihre Koffer ausgepackt haben. Ich kann nur sagen: Wenn Richard E. Grant so weitermacht, wird diese Staffel entweder sehr kurz für ihn – oder legendär.

Mein Tipp? Nicht vorschnell abstimmen. Bei diesem Spiel ist vermutlich ausgerechnet derjenige am gefährlichsten, der am lautesten behauptet, völlig unschuldig zu sein. Oder derjenige, der zugibt, ein Verräter zu sein. Oder einfach Richard E. Grant. Ich traue inzwischen niemandem mehr. Nicht einmal dem Wasserkocher im Büro.

Quellen:
The Independent: Richard E. Grant verrät sich bei „Celebrity Traitors“
The Guardian: Richard E. Grant und sein ungewöhnlicher Auftritt bei „The Celebrity Traitors“
PinkNews: Richard E. Grants Ausrutscher als Verräter

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