Kartoffelauflauf mit Salami, Brie und Erbsen: Mein cremiges Feierabend-Wunder
Darum darf dieser Kartoffelauflauf bei mir immer ran
Manche Gerichte plant man sorgfältig. Dieser Auflauf mit Kartoffeln, Salami, Brie und Erbsen gehört nicht dazu. Bei ihm lautete die Frage eher: „Was muss weg, bevor es anfängt, ein Eigenleben zu führen?“ Ehrlich gesagt sind mir genau diese Rezepte die liebsten.
Nach einem elend langen Arbeitstag hatte ich null Lust auf einen Großeinkauf. Ich wollte nur etwas Schnelles auf dem Teller. Im Keller lagen Kartoffeln, im Gefrierfach wartete eine angebrochene Packung Erbsen, und im Kühlschrank hatten sich Brie und Salami versteckt. Ursprünglich dachte ich an Speck. Dann stieß ich aber auf ein Stück aromatische Le Briedu-Salami, und der Speck durfte wieder zurück in den Kühlschrank. Im kulinarischen Zweikampf hat die Salami ihn ziemlich klar abgehängt.
Herausgekommen ist ein Auflauf, der nach Zuhause, warmer Küche und einem Hauch Kindheit schmeckt. Sobald die Soße im Ofen blubbert und der Brie langsam goldbraun wird, ist die Welt in Ordnung. Ich könnte jetzt den Tisch decken. Stattdessen stehe ich oft minutenlang vor dem Backofen und schaue dem Käse beim Schmelzen zu. Ich nenne das passive Küchenmeditation.
Was diesen Auflauf so besonders macht
Die Mischung passt erstaunlich gut zusammen: bissfeste Kartoffelstücke, würzige Salami, süße Erbsen und eine cremige Mehlschwitze. Obendrauf schmilzt der Brie zu kleinen Käseinseln. Jeder Bissen schmeckt ein bisschen anders, und trotzdem wirkt es, als hätte das alles schon immer zusammengehört.
Dafür nehme ich unbedingt festkochende Kartoffeln. Sie sollen im Auflauf ruhig noch Struktur behalten. Ich will schließlich Kartoffelauflauf essen und keinen sehr ehrgeizigen Kartoffelbrei mit Käsekruste.
Die wichtigsten Zutaten
- Kartoffeln: festkochend und in mundgerechte Würfel geschnitten.
- Salami: eine kräftige, luftgetrocknete Sorte bringt ordentlich Würze mit.
- Brie: schmilzt wunderbar und gibt dem Auflauf eine feine, cremige Note.
- Erbsen: Tiefkühlware geht direkt aus dem Gefrierfach in den Auflauf.
- Geflügelbrühe und Milch: die Basis für die samtige Soße.
- Zwiebel, Butter und Mehl: daraus entsteht die klassische Mehlschwitze.
- Muskat, Salz, Pfeffer und Schnittlauch: für den geschmacklichen Feinschliff.
So mache ich den Kartoffelauflauf
Zuerst schäle ich die Kartoffeln und schneide sie in gleichmäßige Stücke. Dann kochen sie etwa zehn Minuten in gut gesalzenem Wasser vor. Sie sollen noch Biss haben, aber schon leicht angegart sein. Anschließend gieße ich sie ab und lasse sie ohne Deckel ausdampfen. Der kleine Zwischenschritt hält zu viel Wasser aus der Soße fern. Sonst wird aus dem Auflauf nämlich eine Kartoffelsuppe mit Dach.
Während die Kartoffeln vor sich hin dampfen, würfle ich Zwiebel und Salami. Für die Soße schmelze ich Butter in einer Pfanne, dünste die Zwiebel glasig und rühre das Mehl ein. Dann gieße ich nach und nach Brühe und Milch dazu und rühre dabei ständig mit dem Schneebesen, damit keine Klümpchen entstehen. Taucht doch eines auf, wird es gnadenlos weggerührt. In meiner Küche herrscht schließlich Ordnung. Zumindest manchmal.
Kartoffeln, Erbsen, Salami und ein Teil des Schnittlauchs kommen in eine Auflaufform. Die cremige Soße gieße ich darüber und mische alles vorsichtig durch. Obendrauf verteile ich den in Scheiben geschnittenen Brie. Bei 200 Grad Ober-/Unterhitze darf die Form dann ungefähr 30 Minuten in den Ofen.
Fertig ist der Auflauf, wenn der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist und die Soße am Rand fröhlich blubbert. Wer sichergehen will, piekst kurz in ein Kartoffelstück. Ist es weich, aber nicht zerfallen, kann serviert werden.
Was passt dazu?
Der Auflauf ist eigentlich schon eine vollständige Mahlzeit. Kartoffeln, Gemüse, Salami und Käse liefern alles, was ein gemütliches Abendessen braucht. Wenn ich etwas Frisches möchte, gibt es dazu einen knackigen grünen Salat, Gurkensalat oder einen einfachen Bohnensalat.
Den Kontrast mag ich besonders: Der Auflauf kommt heiß, cremig und würzig aus dem Ofen, und der Salat bringt etwas Leichtigkeit ins Spiel. So fühlt sich das Essen üppig an, aber nicht, als hätte man mit dem Auflauf gleich den Winterschlaf gebucht.
Aufbewahren und Aufwärmen
Reste bewahre ich luftdicht verschlossen drei bis vier Tage im Kühlschrank auf. Zum Aufwärmen gehen Backofen oder Mikrowelle. Für einzelne Portionen ist die Mikrowelle unschlagbar schnell. Im Backofen wird die Oberfläche dagegen wieder schön aromatisch und leicht knusprig.
Mein Fazit: Der Auflauf ist unkompliziert, wärmend und genau richtig, wenn im Kühlschrank ein paar Zutaten auf ihren großen Auftritt warten. Bei mir kommt er inzwischen nicht mehr nur zur Resteverwertung auf den Tisch. Dafür schmeckt er einfach viel zu gut.
Quelle: Eigene Rezeptnotizen zum Kartoffelauflauf mit Salami, Brie und Erbsen – einfaches Rezept für Kartoffelauflauf mit Brie