Oh, Berlinale, du bunte Tüte voller Kunst, Politik und Promi-Aufreger!
Puh, ich sag’s euch: Wenn ich an die Berlinale denke, hab ich meistens ein Bild im Kopf von schillernden Roben, nervösen Paparazzi und fein dosiertem Rotweinschlürfen. Aber heute? Heute hat mich die großartige Kunst-Reise in eine ziemlich kontroverse Richtung geführt – politisch, versteht sich.
Also ich bin gerade gemütlich meinen Kaffee am Rechner, hab noch verschlafen auf die Schlagzeilen geschielt, und schwupps – da landet mir Wim Wenders in meinem Feed. Jawoll, genau der Wim Wenders! Der hat als Jurypräsident der 76. Berlinale erklärt: „Wir müssen uns aus der Politik raushalten.“ Mit anderen Worten: im Kino sei Platz für Empathie, aber bitte keine Statements zum Israel-Gaza-Konflikt. Ziemlich poliertes Understatement – mit ordentlich Zündstoff hinten dran. Die Presse verdaut’s: “Movies can change the world. Not in a political way.” ZACK – kaum gesagt, schon brodelt die Landung aufs Parkett der öffentlichen Meinung. ([thewrap.com](https://www.thewrap.com/creative-content/movies/berlinale-jury-2026-stay-out-of-politics-israel-gaza-war-wim-wenders/?utm_source=openai))
Drama auf der Festival-Bühne
Wenn ihr meint, damit sei alles wieder hübsch und Paillettenteppich-scharf, dann weit gefehlt! Arundhati Roy – Jawohl, die Autorin von „The God of Small Things“ – hat das alles so empört, dass sie kurzerhand der Berlinale den Rücken gekehrt hat. Sie nannte die Forderung, Kunst solle nicht politisch sein, geradezu „jaw-dropping“ und „unerhört“ und warf der Jury vor, damit Gespräche über Menschenrechtsverbrechen zu ersticken. Bam – krasse Aktion. ([theguardian.com](https://www.theguardian.com/film/2026/feb/13/arundhati-roy-quits-berlin-film-festival-over-stay-out-of-politics-comment?utm_source=openai))
Festival verteidigt sich – bitte keine Schnellschüsse
Aber die Festivalleitung wäre nicht Berlin, wenn sie sich nicht wenigstens verbal verteidigt hätte: Tricia Tuttle hat betont, Künstler:innen müssten nicht auf jedes politische Thema antworten, wenn sie nicht möchten. Und sie habe null Zweifel daran, dass viele Filmschaffende sehr wohl sensibel und engagiert seien – man dürfe sie nicht in Diskussionsfallen locken, nur weil ein Mikro da ist. Ein bisschen wie: „Wir machen Kino – bitte keine Talkshow mit Erwartungsdruck.“ ([elpais.com](https://elpais.com/cultura/cine/2026-02-15/la-berlinale-defiende-a-su-jurado-no-se-deberia-esperar-que-los-artistas-hablen-sobre-todos-los-temas-politicos.html?utm_source=openai))
Persönlicher Spoiler-Alert: Warum mich das nicht kalt lässt
Mal ehrlich, ich bin bekennender Berlinale-Fan – hab mich früher liebend gern durch Slots gequält, um meine nächste Lieblingsregie zu entdecken. Deswegen trifft mich diese Debatte auf persönlicher Ebene – Kunst, Politik, Herzblut und Haltung: das ist ein Spagat, bei dem ich jedes Mal Rotz und Wasser heule. Wenn Kunst nur noch „nice to watch“ sein darf, ohne Haltung, Gefühle oder Zähne – dann fehlt mir was. Und ja, ich hab mir tatsächlich überlegt, ob ich beim nächsten Festival einfach hingeh und ganz passive Popcorn-Blockbuster genieße… aber nee, so bin ich dann doch nicht gebaut.
Fazit (aka: Ich hab‘ ne Meinung!)
Also, wer jetzt denkt „Ach, na und?“, dem sag ich: genau deshalb ist das aufregend! Nicht, weil’s ein Promi-Tratsch vom Allerfeinsten ist, aber weil wir im Kino mehr sehen (und fühlen) als nur Filme. Wir sehen Gesellschaft, Fragen, Verantwortung. Und wenn Wim Wenders sagt, Kunst sei der Gegenpol zur Politik, dann muss ich schmunzeln: Ja, Kunst kann trösten, berühren, verbinden – aber sie darf auch wütend sein, laut sein, unbequem sein.
In diesem Sinne – ab mit euch ins Kino, bleibt neugierig, kritisch und ein bisschen zartbesaitet (aber mit Haltung!).
Quellen:
— Wim Wenders: „stay out of politics“, Jury-Präsident der Berlinale ([thewrap.com](https://www.thewrap.com/creative-content/movies/berlinale-jury-2026-stay-out-of-politics-israel-gaza-war-wim-wenders/?utm_source=openai))
— Arundhati Roy schmeißt hin, nennt Festival „jaw-dropping“ despolitisiert ([theguardian.com](https://www.theguardian.com/film/2026/feb/13/arundhati-roy-quits-berlin-film-festival-over-stay-out-of-politics-comment?utm_source=openai))
— Tricia Tuttle verteidigt Künstler:innen-Freiheit, wehrt Erwartungspolitik ab ([elpais.com](https://elpais.com/cultura/cine/2026-02-15/la-berlinale-defiende-a-su-jurado-no-se-deberia-esperar-que-los-artistas-hablen-sobre-todos-los-temas-politicos.html?utm_source=openai))







